Was ist der Unterschied zwischen einem Reinraum und einem Grauraum? Welche Lösung sollten Sie je nach Ihrer Tätigkeit bevorzugen?
Diese beiden Räume stehen für unterschiedliche Stufen der Umgebungskontrolle. Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Eindämmung mikrobiologischer Kontamination. Qualität und Sicherheit stehen im Mittelpunkt des Ansatzes, doch worin besteht der Unterschied zwischen einem Reinraum und einem Grauraum? Photoclean gibt Antwort.
Was ist ein Reinraum und welches Kontaminationskontrollniveau sieht er vor?
Reinräume sind sterile Umgebungen, in denen die Konzentration von Partikeln und Mikroorganismen streng begrenzt ist. Sie unterliegen der Norm ISO 14644 (je nach Fall Klasse 5, 7 oder 8).
Das Ziel eines Reinraums ist es, jegliche Kontamination des Produkts oder des Prozesses zu verhindern. Dies ist eine gesetzliche Vorschrift in der pharmazeutischen, medizinischen und im Gesundheitswesen. Auch die Biotechnologie- und die Mikroelektronikbranche nutzen Reinräume.
Der Reinraum zeichnet sich durch Folgendes aus:
- eine absolute Filterung (HEPA- oder ULPA-Filter);
- einen sehr hohen Luftwechsel (bis zum 60-fachen des Volumens pro Stunde);
- kontrollierte Druck-, Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen.
Diese Lösung ist äußerst wirksam beim Zurückhalten von Partikeln, die Mikroorganismen übertragen, ist jedoch mit hohen Installations- und Betriebskosten verbunden. Daher kann sich dieses Modell einer kontrollierten Umgebung
für bestimmte Branchen, insbesondere die Lebensmittelindustrie, als überdimensioniert und wirtschaftlich belastend erweisen, da dort ein Überdruck aufgrund der zahlreichen und häufigen Öffnungen in den Räumen kaum aufrechtzuerhalten ist.
Was ist ein „grauer Raum“ oder ein „kontrollierter Bereich“?
Der graue Raum stellt geringere Anforderungen und zielt darauf ab, die Kontamination zu reduzieren, ohne dabei Sterilität anzustreben. Der Ansatz stützt sich eher auf eine Risikoanalyse als auf eine strenge Norm. Er entspricht zudem keiner ISO-Klassifizierung.
Der Einsatz des „grauen Raums“ in der Industrie ermöglicht eine wirksame Kontrolle mikrobiologischer und chemischer Risiken. Er erweist sich als einfacher in der Umsetzung, energieeffizienter und kostengünstiger als der Reinraum.
Zahlreiche Branchen nutzen den „grauen Raum“, insbesondere die Lebensmittelindustrie. Diese Anlage dient häufig als Produktions-, Kühl- oder Verpackungsraum. In diesen Räumen ist die Einrichtung eines Reinraums oft sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht realisierbar, dennoch muss die Kontamination kontrolliert und eingedämmt werden.
Der große Vorteil der „grauen Halle“ für Industrieunternehmen liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit an große Raumvolumina und ihrer Kompatibilität mit bestehenden Anlagen.
Wie gestaltet und richtet man einen grauen Raum ein?
Für diese Art von Anlage ist der Einsatz eines spezialisierten Dienstleisters erforderlich. PhotoClean arbeitet seit vielen Jahren mit Industrieunternehmen zusammen. Unser Spezialgebiet? Die Luftreinigung mittels UV-C-Strahlung (Photolyse).
<>Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für die Schaffung Ihrer kontrollierten Industrieumgebung:
- Begutachtung der Räumlichkeiten einschließlich Volumenanalyse und Identifizierung der Schadstoffe;
- Entwurf von Aufstellungsplänen durch unser hauseigenes Konstruktionsbüro;
- Fertigung universeller Luftaufbereitungsmodule, die mit Ihrer Lüftungsanlage kompatibel sind.
Dank UV-Strahlung ist es möglich, ein gesamtes Gebäude zu behandeln und dabei tote Zonen zu minimieren. Diese leistungsstarke Lösung erweist sich als weitaus weniger einschränkend als ein herkömmlicher Reinraum und bietet gleichzeitig solide Garantien hinsichtlich Qualität und Kontaminationskontrolle.
Die Wahl zwischen Reinraum und Grauraum hängt vom Tätigkeitsbereich, den gesetzlichen Auflagen und dem zu beherrschenden Risikoniveau ab. Wenden Sie sich an Photoclean, um fachkundige Beratung zu erhalten.
